Im Treppenhaus eines Eimsbütteler Gründerzeithauses geht das Licht aus, in der Küche summt nichts mehr, der Router blinkt nicht. Bevor Sie einen Elektriker rufen, lohnt ein kurzer Blick: Ist nur Ihre Wohnung dunkel oder die ganze Straße? Sehen Sie bei den Nachbarn Licht, liegt die Ursache meist in Ihrer eigenen Verteilung. Ist das ganze Quartier ohne Strom, handelt es sich um eine Netzstörung, und die meldet man dem Netzbetreiber, nicht einem Elektriker.
Elektro-Notdienst Hamburg: erst prüfen, dann vermitteln
Gehen Sie zum Sicherungskasten. Ist ein Automat oder der FI-Schutzschalter herausgesprungen, schalten Sie ihn wieder ein. Fliegt er erneut heraus, ziehen Sie alle Stecker in dem betroffenen Stromkreis, schalten Sie dann einzeln wieder zu und merken Sie sich, welches Gerät den Ausfall auslöst. Mehr sollten Sie an der Installation nicht tun: Arbeiten an Leitungen und Verteilern gehören in die Hände eines eingetragenen Elektrofachbetriebs.
Wenn der Fehler bleibt, rufen Sie die Hotline der DHE an. Die DHE ist kein Elektrobetrieb und hat keine Monteure in Hamburg. Sie klärt am Telefon die Lage und vermittelt einen Elektriker aus dem Partnernetzwerk, der Ihre Anlage prüft und auf eigene Rechnung arbeitet. Die Hotline ist rund um die Uhr erreichbar, auch nachts, am Wochenende und an Feiertagen.
Wann es ernst ist
- Es riecht verschmort, Sie sehen Rauch, Funken oder dunkle Stellen an Steckdose oder Schalter: Schalten Sie die Hauptsicherung aus. Bei Rauch oder Flammen rufen Sie die Feuerwehr.
- Wasser ist in die Nähe von Leitungen gelangt: Nehmen Sie den betroffenen Bereich vom Netz, bevor Sie etwas anfassen.
- Steckdosen werden heiß oder die Lampen flackern ohne erkennbaren Grund: Ein Elektrofachbetrieb sollte die Installation ansehen.
Altbau, Backsteinblock, Großsiedlung
Hamburg ist eine Stadt der Mieter, und die Gebäude sind sehr verschieden. In den Gründerzeitvierteln wie Eimsbüttel, Ottensen oder Rotherbaum sind in vielen Wohnungen Leitungen jahrzehntealt, und nicht überall findet sich ein FI-Schutzschalter. In den Backsteinblocks der 1920er-Jahre, etwa in Barmbek oder Dulsberg, wurde oft modernisiert, aber selten alles auf einmal. In Großsiedlungen wie Steilshoop oder Mümmelmannsberg sind es eher einzelne Steckdosen, Schalter oder Verteilerdosen, die ausfallen.
Typische Einsätze für einen Elektriker sind defekte Steckdosen und Schalter, der Anschluss eines Herds oder Durchlauferhitzers, die Erneuerung eines Sicherungskastens und der E-Check, den Vermieter und Gewerbebetreiber gern für ihre Anlagen beauftragen. Auch zur Wallbox in der Tiefgarage können Sie sich zunächst allgemein beraten lassen.
Bevor der Partnerbetrieb kommt, helfen ein paar Angaben: Welcher Stromkreis ist betroffen, wann fiel der Strom aus, was wurde zuletzt angeschlossen? Halten Sie den Zugang zum Sicherungskasten frei, der in Hamburger Altbauten oft im Flur oder im Keller sitzt.
Mieter und Vermieter
Gehört die Wohnung nicht Ihnen, ist die Elektroinstallation Sache des Vermieters oder der Hausverwaltung. Informieren Sie sie, sobald Sie einen Defekt bemerken; bei einem akuten Ausfall im Dunkeln hilft die Notdienst-Vermittlung trotzdem. Wie die Arbeit abgerechnet wird, besprechen Sie vorab mit dem Partnerbetrieb. Er nennt Ihnen die Kosten, bevor er anfängt.
Ist Wasser im Spiel, etwa nach einem Rohrbruch im Keller einer Marsch- oder Elbinsellage, brauchen Sie meist zusätzlich den Sanitärbetrieb. Mehr dazu auf der Seite zum Klempner-Notdienst in Hamburg. Bezahlen können Sie beim Partnerbetrieb in der Regel bar oder mit EC-Karte.



