Befall erkennen, bevor er sich ausbreitet
Schädlinge kündigen sich nicht an. In Göttingen fällt es oft zuerst in der Küche auf: Krümel an der Fußleiste, die sich als Kot entpuppen, Mehl mit Gespinsten, ein Rascheln im Hohlraum. Bei Verdacht auf einen Befall hilft die DHE-Hotline rund um die Uhr. Wir vermitteln einen Kammerjäger aus dem Partnernetzwerk, der Schädlingsbekämpfung in Göttingen und im Landkreis übernimmt.
Auffällig sind vor allem:
- Nagespuren, Kot und Geräusche bei Ratten und Mäusen,
- lichtscheue Schaben in Küche und Bad,
- Stichreihen und kleine Blutflecken bei Bettwanzen,
- Wespen- oder Hornissennester an Dach, Balkon oder Rollladenkasten,
- Ameisen, Motten und Silberfischchen in Vorräten und feuchten Ecken.
Das können Sie sofort tun
Packen Sie Lebensmittel in dichte Gläser und Dosen, leeren Sie Mülleimer täglich und schließen Sie Spalten an Rohrdurchführungen. Machen Sie Fotos und notieren Sie Fundorte. Bei Bettwanzen sind Hausmittel nicht empfehlenswert, ein Fachbetrieb ist hier der bessere Weg, vor allem nach Reisen. Bei Wespen genügt oft Abstand; ein Nest wird nur dann entfernt oder umgesiedelt, wenn es sich nicht vermeiden lässt. Hornissen stehen unter besonderem Schutz und dürfen nur mit Genehmigung der Naturschutzbehörde umgesiedelt werden.
Schädlingsrisiken in Göttingen
Die Altstadt mit ihren Fachwerkhäusern hat viele Hohlräume, Balkenlagen und Keller, in denen Mäuse und Insekten Unterschlupf finden. Auch im Ostviertel mit Gründerzeitbauten gibt es Dachböden und Kellerräume, die selten gelüftet werden. Die Hochhäuser am Holtenser Berg und an der Groner Landstraße haben gemeinsame Schächte und Müllräume, über die sich Schaben ausbreiten können. Wegen der Georg-August-Universität und der HAWK gibt es sehr viele WGs, Wohnheime und häufige Mieterwechsel; deshalb lohnt sich beim Einzug ein Blick hinter Schränke und in Matratzenfugen. Rund um die Leine und den Leinekanal ist es feuchter, was Ratten und Silberfischchen anziehen kann. Ratten können meldepflichtig sein, die Stadt informiert dazu.
Vermieter und Hausverwaltung einbeziehen
Mieter melden einen Befall zuerst dem Vermieter oder der Hausverwaltung. Gerade in Mehrfamilienhäusern gehört dazu, auch Nachbarwohnungen zu beachten. Stammt die Feuchte aus einer undichten Stelle, kann ein Schimmelschaden mit zum Bild gehören.
Vom Anruf zum Termin
Die DHE beschäftigt keine Kammerjäger selbst, auch ein Büro vor Ort gibt es nicht. Sie beschreiben uns den Befall, wir vermitteln einen passenden Partnerbetrieb aus der Region. Dieser prüft die Lage, erklärt das Vorgehen und rechnet auf eigene Rechnung ab. Die Kosten legen Sie vor Beginn mit ihm fest. Die Hotline ist nachts, am Wochenende und an Feiertagen besetzt. Zur Vorbeugung hilft es, Kompost abzudecken, Fallobst aufzusammeln und Kellerfenster zu sichern.
Worauf der Betrieb achtet
Am Telefon und vor Ort fragt der Betrieb, wo Sie die Spuren gefunden haben, wie lange das schon so ist und ob Kinder, Haustiere oder Allergiker im Haushalt leben. Diese Angaben bestimmen, wie vorsichtig und in welchem Umfang vorgegangen wird. Bei Wohnheimen und Mehrfamilienhäusern wird häufig das ganze Haus betrachtet, damit sich der Befall nicht im Nachbarraum fortsetzt. Eine gute Dokumentation mit Fotos und einer kurzen Liste der Fundorte spart Zeit.



