Wer in einer Wohnung aus den 1950er oder 1960er Jahren wohnt, kennt das Problem: Kalte Außenwände, beschlagene Fenster, dunkle Ecken hinter dem Kleiderschrank. Schimmel taucht in Oberhausen häufig dort auf, wo Bausubstanz und Wohnverhalten nicht mehr zusammenpassen. Bei der Schimmelbeseitigung in Oberhausen gilt: Erst die Ursache finden, dann beseitigen.
Was Feuchte im Haus verursacht
- zu wenig Lüften oder unregelmäßiges Heizen
- Wärmebrücken, zum Beispiel an Balkonplatten, Rollladenkästen und Gebäudeecken
- undichte Leitungen und frühere Wasserschäden
- Feuchte im Keller, etwa durch eindringendes Wasser
In Oberhausen kommt der Nachkriegsbau besonders oft vor. Wohnungsbestand aus den Jahren 1949 bis 1978 mit Geschosswohnungsbau ist in Alt-Oberhausen, Osterfeld und Sterkrade verbreitet. Dort sind Außenwände nicht immer so gedämmt, wie es heute üblich ist. Wer nachträglich neue, dichte Fenster einbaut, verändert auch die Luftzirkulation. Wenn dann nicht mehr ausreichend gelüftet wird, kann Feuchte entstehen.
Bergbaufolgen, Kanal und Kellerlagen
Im Ruhrgebiet hat der Bergbau Spuren hinterlassen. Bergsenkungen und die Umgestaltung der Emscher prägen die Entwässerung der Stadt. Ob Risse im Mauerwerk oder zu viel Bodenfeuchte im Keller mit solchen Entwicklungen zusammenhängen, können Laien nicht beurteilen. Ein Fachbetrieb schaut genauer hin, misst und erklärt die Zusammenhänge. Kellerräume in Zechenvierteln wie Lirich und Alstaden oder in Siedlungen wie Eisenheim sollten deshalb auch bei kleinem Befall nicht einfach überstrichen werden.
Wie der Fachbetrieb vorgeht
Am Anfang steht die Begutachtung mit Feuchtemessung. Danach folgen, je nach Ergebnis, die Beseitigung der Ursache, die Bauteiltrocknung, die fachgerechte Entfernung des Schimmels und gegebenenfalls eine Sanierung. Wird nur die Oberfläche behandelt, kommt der Befall häufig zurück.
Was Sie selbst tun können
Kleine, oberflächliche Stellen lassen sich oft selbst behandeln. Lüften Sie mehrmals täglich kurz und kräftig, heizen Sie gleichmäßig, trocknen Sie Wäsche möglichst nicht in der Wohnung und rücken Sie Möbel von kalten Wänden ab. Größere Flächen oder Befall im Bauteil sind ein Fall für den Fachbetrieb. Schimmel kann die Raumluft belasten, empfindliche Personen sollten das ernst nehmen.
Termin und Beratung statt Notdienst
Schimmel ist kein Notfall im engeren Sinn. Die DHE-Hotline ist trotzdem rund um die Uhr erreichbar. Sie schildern den Befall, wir vermitteln einen Fachbetrieb aus dem Partnernetzwerk. Die DHE hat selbst keine Monteure und kein Büro in der Stadt, der Betrieb arbeitet auf eigene Rechnung. Die Kosten werden vor Arbeitsbeginn mit dem Betrieb besprochen.
Liegt ein Rohrschaden zugrunde, vermitteln wir einen Klempner Notdienst in Oberhausen. Als Mieter informieren Sie den Vermieter schriftlich und mit Fotos, das ist keine Rechtsberatung, sondern ein praktischer erster Schritt.
Wann der Fachbetrieb dazugehört
Sobald Flecken größer werden, nach dem Streichen wiederkehren oder hinter Tapeten, Schränken und Fußleisten auftauchen, sollte jemand mit Messgerät und Erfahrung nachsehen. Das gilt auch bei anhaltendem muffigem Geruch ohne sichtbare Ursache. In Mehrfamilienhäusern und Genossenschaftsbeständen ist es sinnvoll, die Verwaltung früh einzubinden, damit angrenzende Wohnungen und der Keller mit angeschaut werden. Fotos mit Datum helfen bei der Beratung und bei Gesprächen mit dem Vermieter.
Bringen Sie zur Beratung gern Fotos, eine kurze Zeitleiste und die Information mit, ob bereits Maßnahmen versucht wurden. So lässt sich besser einschätzen, ob eine einfache Behandlung genügt oder eine genauere Untersuchung nötig ist.



