Ein Weinkeller riecht nach Fass und Stein, aber nicht nach Mäusen. Wer in Würzburg im Herbst beim Aufräumen frische Kotspuren findet, weiß, wie schnell sich ein Nager im Haus einrichtet. Auch ein Wespennest im Rollladenkasten oder Stiche aus dem Hotelbett bedeuten erst einmal Ärger. Hier erfahren Sie, was Sie tun können und wann sich ein Kammerjäger lohnt.
Typische Anzeichen
Nicht jedes Geräusch bedeutet einen Befall, doch einige Hinweise sollten Sie ernst nehmen. Achten Sie besonders auf Stellen, an denen Lebensmittel lagern, Feuchtigkeit herrscht oder Leitungen durch Wände führen.
- Mäuse und Ratten: Kot, Fraßspuren an Verpackungen, Geräusche in Wand oder Decke
- Schaben: nachts in Küche und Bad, oft hinter Geräten und Sockelleisten
- Bettwanzen: Stiche in Reihen, kleine Blutflecken im Bett
- Motten: Gespinste und Larven in Mehl, Nüssen, Müsli
- Ameisen und Silberfischchen: Spuren an Süßem, im Bad, hinter Fliesen
Fotos von Spuren und Tieren erleichtern die Einschätzung.
Vermittlung, nicht eigene Mitarbeiter
Die DHE hat in Würzburg keine eigenen Kammerjäger und kein Büro vor Ort. Sie rufen die Hotline an, wir erfassen den Befall und vermitteln einen Betrieb aus dem Partnernetzwerk. Der Partnerbetrieb besichtigt, erklärt das Vorgehen und nennt vorab die Kosten. Erst dann entscheiden Sie, ob er loslegen soll.
Was Würzburg besonders macht
Die Altstadt wurde nach 1945 wiederaufgebaut, und hinter den Fassaden finden sich Wohnungen, Gaststätten und Läden mit alten Kellern, engen Höfen und Leitungsschächten. In einem solchen Gefüge wandert ein Befall leicht von Haus zu Haus. In den Stadtteilen Sanderau, Frauenland und Zellerau mit Gründerzeitbauten gilt das ähnlich. Dazu kommt der Main, dessen Uferbereiche Nagern Deckung bieten, und die Weinberghänge mit Gärten, Trockenmauern und Gartenhäusern, in denen sich Mäuse im Winter einnisten. Als Tourismusstadt mit Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen kennt Würzburg auch das Thema Bettwanzen, denn sie reisen gerne mit Gepäck.
Wo es feucht ist, sind oft auch Silberfischchen nicht weit. Mehr zur Ursachenklärung steht auf der Seite Schimmelbeseitigung in Würzburg.
Was Sie selbst tun können
- Vorräte, Tierfutter und Vogelfutter in dicht schließenden Behältern aufbewahren
- Müll regelmäßig entsorgen, Tonnen und Biotonnen geschlossen halten
- Spalten an Rohren, Türen und Kellerfenstern abdichten
- Fallobst im Garten zeitnah aufsammeln
- Bei Tauben Balkone mit Netzen oder Gittern schützen
Bei Wespen gilt: Nicht jedes Nest muss weg, besonders wenn es fern von Wegen liegt. Hornissen stehen unter besonderem Schutz. Umgesiedelt werden sie nur mit Genehmigung der Naturschutzbehörde, bekämpft werden dürfen sie nicht.
Mieter, Gewerbe und Reisende
Ein Befall sagt nichts über Ihre Sauberkeit aus. Schädlinge kommen mit Einkäufen, Gepäck, gebrauchten Möbeln und über Nachbarwohnungen. Je früher Sie handeln, desto leichter lässt sich die Sache beheben. In Mehrfamilienhäusern lohnt außerdem ein Gespräch mit den Nachbarn, damit das ganze Haus abgestimmt vorgeht.
Als Mieter melden Sie den Befall bitte dem Vermieter oder der Hausverwaltung, mit Datum und Foto. Rattenbefall kann meldepflichtig sein, die Stadt informiert dazu. Bettwanzen gehören nicht in Hausmittelhand, hier hilft ein Fachbetrieb. Auch Gastronomie und Pensionen sollten früh reagieren, damit Gäste nichts bemerken.
Kosten klären Sie direkt mit dem Partnerbetrieb. Zahlung ist bar oder mit EC-Karte möglich. Die Hotline ist rund um die Uhr erreichbar, auch nachts, am Wochenende und an Feiertagen, meist geht es aber um einen Besichtigungstermin.



